20.03.2005

flo

Cadro 05

Schulz, 44 und ein ansprechender 5. Platz

Es war an einem kalten Freitagabend, als sich 10 gut Gelaunte auf dem Parkplatz des Frenkeschulhauses trafen. Ihr Ziel das schöne Tessin, ihre Mission: Das gute Resultat des letztjährigen Turnieres in Cadro zu bestätigen.
Mit einem jungen Kader, in dem Spieler wie Thomas Antener, Tomas Krch oder auch Jürg Schaub fehlten, wurde die Reise, in dem von Lukas Gerber gefahrenen Büsschen, in Angriff genommen. Mitgeführt wurden auch genügend Bierreserven, an deren Vernichtung sich die Passagiere rasch heranmachten. So wurde die Stimmung immer besser und unter lustigen Gesellschaftsspielen (Schulz!!) wurde rasch die erste Etappe der Reise zurückgelegt. Nach einem kurzen Halt, auf dem das Team durch Philipp Zehntner komplettiert wurde, der direkt aus dem Skilager zu uns stiess, fuhren wir in Richtung Gotthart. Unter heimischen „Basälbiätär Räp“-Klängen (44) wurde die Gotthart-Raststädte erreicht. Dort kehrten wir kurz ein, um uns zu verpflegen und die vollen Blasen zu entleeren. Damit der künstlerische Teil der Reise nicht zu kurz kam, verschönerte ein Mitglied unserer Reisegruppe einen italienischen Car mit Fensterzeichnungen, was beim Fahrer nicht gut ankam. Nachdem gegenseitig die Nummernschilder notiert worden waren ging es weiter.
Ohne Probleme gelangten wir nach Cadro (wobei der alljährliche Umweg in Lugano eingerechnet ist), wo wir zur Platzbesichtigung schritten. Dort trafen wir auch die „Haldenbewohner“ aus Bonfol („Wo ist mein Lieblingsfahrni?“), die in diesem Jahr ihre Krone als versoffenste Mannschaft des Turniers an Fontenais abgeben mussten. Nach der Begrüssung der Anwesenden und einer kurzen Runde ging es ab in Richtung Unterkunft, wo letzte Vorbereitungen für das Turnier getroffen wurden.

Der Samstag begann für die Red Wings mit einer Neuauflage des letztjährigen kleinen Finals. Das Spiel gegen Bonfol konnte durch Tore von Hess, Schaffner, Mundwiler (voll ins Chrützli) und Gerber, sowie einem Shut-Out unseres Goalies Mirco Schären, sicher 4:0 gewonnen werden. Auch das zweite Duell gegen die welschen Teams wurde, dank einem 2:0 (Tore: Hess, Schaffner), ohne Gegentor gewonnen.

Im 3. Spiel ging es gegen das NLA-Team aus Pregassona. Der Start verlief den Red Wings nach Mass. Mit druckvollem Pressing wurden die überheblich spielenden Tessiner unter Druck gesetzt. Der Lohn: Das herrliche 1:0 durch Mundwiler, der mit seinem Schuss ins Lattenkreuz den Goalie der Rangers bezwingen konnte. Danach liess der Druck der Wings nach und Pregassona konnte noch vor dem Seitenwechsel ausgleichen. Mit 1:1 ging es in die zweite Hälfte, wo die Konzentration der Red Wings nachliess und Unbeherrschtheiten zu zwei Disziplinarstrafen führten. Dadurch ging die Ordnung verloren und es wurden zwei weitere Gegentreffer kassiert. Das Spiel endete schliesslich mit 1:3 und dummen Kommentaren eines Pregassona-Spielers.
Diese Niederlage schien die Sicherheit der Red Wings zerstört zu haben. Gegen Soregno geriet man schnell 0:2 in Rücklage.
Erst nach der Pause wurde aufgedreht und durch Hess und Gerber das 2:2 herausgespielt. Postwendend fiel jedoch das 2:3 für Soregno, das bis in die letzte Minute bestand hatte. Erst 30 Sekunden vor Schluss konnte Hess den vielumjubelten 3:3 Ausgleichstreffer erzielen.

Im letzten Spiel des Samstages trafen die Red Wings auf den Gastgeber, die Unicorns Cadro. Als es nach kurzer Zeit schon 2:0 (Tore: Hess, Fahrni) stand, schien das Spiel schon fast gelaufen, zu sicher traten die Red Wings auf und liessen den Gegner nicht ins Spiel kommen. Ein Schuss, der unglücklich von der Bande an die Schoner Schärens und danach ins Tor ging, brachte jedoch wieder Spannung ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel konnten die Unicorns im Powerplay sogar den Ausgleich erzielen.
Als sich dann beide Teams schon mit der Punkteteilung abgefunden hatten, wurde Gerber 20 Sekunden vor Schluss vor dem eigenen Tor angeschossen. Es passte ins Bild dieses Spiels, dass der Ball von seinem Schienbeinschoner ins Tor ging, sein Stock das Zeiliche segnete und er dafür noch eine Disziplinarstrafe bekam. Mit diesem enttäuschenden 2:3 ging es unter die Dusche und dann zurück in die Unterkunft.

Nach dem köstlichen Abendessen, ging der Grossteile des Teams noch einmal zur Spielstätte, um auf dem alljährlichen „grossen“ Fest noch einmal auf den Putz zu hauen und Alternativsportarten wie Freeclimbing, Strassenschildergewichtheben und Kunsturnen auszuprobieren. Nach der Rückkehr der letzten Red Wings war aber noch nicht an Schlaf zu denken da die „Psychopatentruppe“ aus Fontenais den mitgebrachten Frauen imponieren mussten, was leider sehr laut geschah. Erst die Konfiszierung des Radiokabels brachte etwas Ruhe.

Am Sonntag standen noch zwei Spiele auf dem Programm, die mit 1:1 (gegen Lenzburg (Tor: Hess)) und einem 4:0 (Capolago (Tore: Hess(3), Fahrni)) endeten. Trotz dieser guten Resultate reichte es am Ende nicht fürs Halbfinale. Trotz gleicher Punkteausbeute, wie die des drittplazierten Cadro und des 4. Soregno, schieden die Baselbieter wegen der schlechtesten Direktbegegnungen aus. Dies kam nach eingehender Besprechung von ca. 8 Leuten heraus. Wenigstens wurde Pregassona in den Finalspielen noch für ihre arrogante Spielweise bestraft und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Turniersieger wurde Cadro durch einen Sieg in der Verlängerung gegen Soregno.

Nun ging es auf die Heimfahrt deren Höhepunkt der McDonalds-Besuch war, wo die Red Wings als Wohngruppe für Jugendliche auftraten und „Chefpädagoge“ Lukas Gerber zum Rechten sah, was einige schräge Blicke der Anwesenden zur Folge hatte. In Liestal angekommen, wurden die Eingeschneiten Autos mit Müh und Not befreit und so kamen alle gut zu Hause an.
Ich möchte meinen Bericht mit einem herzlichen Dank an Luki für die Chauffeursdienste, an Patrick Schäfzge für die Organisation und an alle für den Einsatz beschliessen und freue mich auf das nächste Jahr und die nächste Reise nach Cadro.
44 rules!!!!!!!

Florian Lehmann

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