25.03.2009

jus

Bericht Cadro 2009

Nach einem Jahr Pause im Inline Hockey war es am Wochenende vom 13.-15. März 2009 also wieder soweit: Das traditionelle Torneo d’Apertura in Cadro stand bei einigen Red Wings fett in der Agenda.

So traf sich am Freitagabend um 19:00 Uhr der Red Wings „Cadro“-Kern mit Fahrni, Luki, Domi Leisi, Oli Leisi, Joni, Schäfzge, Mirco und Juegge. Der kleine Transportbus der AAGL und der Red Wings Anhänger standen bereit, als Fahrer amtete, wie in den letzten Jahren üblich, Berufs-Lastwagenfahrer Fahrni. Merci Fahrni! Joni verabschiedete sich gleich wieder, weil Ueli Steck (Extremsportler) eine Dia-Show im Hotel Engel Liestal hielt. Joni versprach aber, auf das erste Spiel am Samstag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wir durften jedoch bereits seine Hockeytasche mittransportieren.

So reisten die Red Wings anschliessend in Richtung Süden, mit Halt auf den Raststätten Neuenkirch, Gotthard Nord, Gottardo Sud und Bellinzona. Die Plüschtier-Ausbeute war in diesem Jahr überdurchschnittlich hoch und selbst ein Schneeräumungs-Begrenzungspfosten wurde plötzlich in unserem Bus gesichtet. In Bellinzona erwartete uns ausserdem Michi Leisi, der nun ebenfalls in den AAGL Bus zustieg.

Um etwa 23:30 Uhr erreichten die Wings in wackligem Zustand Cadro. Es ging nun nicht zuerst zur Zivilschutzanlage oder zum Hockeyplatz, sondern direkt zum 4-Sterne Hotel Panoramica Cadro, weil Luki, Mirco und Juegge das Theater mit den Welschen in der Zivilschutzanlage satt hatten. Anschliessend gingen alle wieder runter zur Zivilschutzanlage, wo der AAGL-Bus parkiert wurde und dann ging‘s zu Fuss runter zum Hockeyplatz.

Die grosse Tombola wartete gespannt auf die Ankunft der Wings. Diese wurde sogleich mit einer durchschnittlichen Gewinnquote von 40% teilweise geräumt. Zu den Gewinnen gehörten zwar nicht ein Hockeystock von Ambri-Goali Bäumle und auch keine Stereoanlage, doch die gewonnenen Tee-Sets, Krawatten, Taschen, Kerzen, T-Shirts und Wasserfarb-Malsets konnten sich sehen lassen...

In unterschiedlichem Zustand ging es zu Fuss zurück, entweder in die Zivilschutzanlage, oder noch weiter bergauf ins Hotel Panoramica, wobei Luki, Mirco und Juegge den wohl direktesten Weg hinauf zum Hotel erwischten. Dass dabei einige Hindernisse im Weg standen, soll hier nicht weiter erwähnt werden. Unten in der Zivilschutzanlage zog der Rest der Wings noch eine Runde Poker an, wobei die Siegerseite von den Ausgenommenen klar unterschieden werden konnte.

Am Samstagmorgen waren verständlicherweise noch einige ziemlich bleich im Gesicht und auch das Frühstück, entweder im Hotel oder im Ristorante Lengina, wurde nur zögerlich verputzt. Anschliessend ging es mit dem AAGL Bus runter zum Hockeyplatz, denn die erste Partie gegen Fontenais stand auf dem Programm. Gemäss den letzten Informationen war Joni, der zwölf Stunden davor noch eine Dia-Show in Liestal bestaunen durfte, pünktlich mit dem Cisalpino nach Lugano unterwegs. Und dank Mobility reichte es ihm sogar noch genau auf die erste Partie. Junior Oli Leisi amtete dieses Wochenende als Coach, da sein gerissenes Innenband am Knie das Hockeyspielen nicht zuliess.

Das Motto der Wings war schnell gefunden: Nur „Filet“-Tore, keine lausigen. Rasch gewöhnten sich die Wings wieder an die ungewohnte Oberfläche und an Rollen statt Kufen. Fontenais sah zwar stark aus, wurde jedoch gleich mit 5:0 weggefegt.

Im zweiten Spiel gegen den SC Pregassona, das etwa mit doppelt sovielen Spielern wie die Wings antrat, hatten die Red Wings zwar mehr Spielanteile, scheiterten jedoch an ihrem Motto und an fehlendem Glück, wie auch an den vielen Stockschlägen, dem Beinstellen und den Haken der Tessiner. Trotzdem sassen vor allem die Wings auf der Strafbank. Drei Überzahltore der Tessiner waren die Folge. So mussten sich die Wings in dieser Partie mit 4:1 geschlagen geben.

Anschliessend folgte das Spiel gegen die Capolago Flyers. Zwei Filets und zwei lausige Tore, sowie das zweite Shut-Out von Mirco reichten zum ungefährdeten 4:0 Sieg der Wings.

Im letzten Spiel gegen die NLA-Mannschaft (FSIH) Rangers Lugano Soregno I mussten die Wings jedoch gewinnen, um in den Halbfinal vom Sonntag einziehen zu können und vor allem um am Sonntag eine Stunde länger schlafen zu können. Jedoch konnten die Wings in Cadro noch nie gegen eine NLA Mannschaft gewinnen.
Während den ersten zehn Minuten liessen die Red Wings die Tessiner mit gutem Forechecking und guter Defensivarbeit nicht ins Spiel kommen und gingen gar durch ein Schuss ins hohe Eck (also Filet) mit 1:0 in Führung. Zwei Strafen und ein Konter nutzten die Tessiner innert vier Minuten zur 1:3 Vorentscheidung. Doch die Wings kämpften sich zurück und konnten eine Minute vor Spielende zum 3:3 ausgleichen. Und dass die Wings in den letzten 20 Sekunden noch zwei Mal alleine am gegnerischen Torhüter scheiterten, ja das schmerzt jetzt eben doch.

So konnten die Wings am Sonntag nur noch um die Plätze 5-8 spielen und durften als Belohnung gar die erste Partie am Sonntag bestreiten, also um 9 Uhr morgens.

Nach den vier Partien und der kleinen Enttäuschung zum Schluss wurde wie jedes Jahr das Ristorante Lengina gestürmt. Es gab Pizza, Risotto, Salat, Crudo, Spaghetti Carbonara, Rotwein, Grappa, Desserts etc. zu unschlagbaren Preisen. Und da leider keine Eishockey-Playoff-Erstrundenpartie im Fernsehen übertragen wurde, lief während dem ganzen Essen und in Kinolautstärke „Pirates of the Caribbean“. Zum Glück waren wir im Nebensaal.
Gegen Mitternacht verzogen sich die Wings in die Zivilschutzanlage oder ins Hotel Panoramica.

Am Sonntagmorgen gab es dann im Ristorante Lengina ein Geburtstagsständchen für Juegge. Etwa 30 Minuten später im ersten Spiel wurden die Bonfol Indians dann diskussionslos mit 7:0 weggeputzt.

Anschliessend folgte eine lange Mittagspause bei herrlichem Sonnenschein und 20 Grad Lufttemperatur. Die Wings spielten zuerst etwa 90 Minuten Fussball auf dem grossen Fussballplatz und gingen anschliessend wieder hinauf ins Ristorante Lengina, um das Mittagessen bei Frühlingssonne einzunehmen.

Gegen 14 Uhr stiegen die Red Wings wieder, ein letztes Mal für ein ganzes Jahr, in die Inline Hockey Ausrüstung. Im Spiel um den 5. Turnierrang besiegten dann die Wings die Eagles Vedeggio mit 4:2, wobei das einzige Filet-Tor ein Eigengoal der Tessiner war…

Im anschliessenden Final gewann dann Lugano Soregno I gegen Lugano Soregno II mit 5:2 Toren. Ach hätten wir doch nur…

Damit ging ein weiteres Torneo d’Apertura zu Ende. Wir bedanken uns bei den Turnierorganisatoren Cadro Unicorns für die Einladung und das wiederum perfekt organisierte Turnier.
Die anschliessende Heimfahrt verlief friedlich, wobei ein Stau vor dem Gotthard-Südportal für einige lustige Momente sorgte.

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